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Ratgeber13. Mai 2026· 7 min

Fotos zur Dokumentation der Ferienwohnung: die vollständige Methode (2026)

Wie du deine Unterkunft vor jeder Gästeankunft fotografierst, um dich zu schützen. 8-Zonen-Checkliste, häufige Fehler, empfohlene Tools. Praxisleitfaden 2026.

C

Cédric

Fondateur de ScanStay

Fotos zur Dokumentation der Ferienwohnung: die vollständige Methode (2026)

Das Foto, das du beim Einrichten deiner Unterkunft gemacht hast, schützt dich nicht. Dasselbe gilt für das Foto vom letzten Wochenende für dein Inserat. Bei einem Schadensstreit zählt nur das Foto, das unmittelbar vor der Ankunft des jeweiligen Gastes aufgenommen wurde — mit Datum, Zeitstempel und den Metadaten, die das belegen.

Das ist der Unterschied, den die meisten Gastgeber übersehen. Nicht aus mangelndem Engagement, sondern weil niemand erklärt hat, warum ein normales Foto so leicht anfechtbar ist — und wie man eines aufnimmt, das es nicht ist.

Warum normale Fotos nicht ausreichen

Ein Gast, der einen Schaden bestreitet, wird sagen, er war schon vor seiner Ankunft da. Das ist die Standardantwort — und sie ist schwer zu widerlegen, wenn dein Foto nicht genau beweist, wann es aufgenommen wurde und in welchem Zustand sich die Unterkunft zu diesem Zeitpunkt befand.

Die drei Schwachstellen eines normalen Fotos

Kein lesbares Datum. Die EXIF-Metadaten deines Smartphones enthalten Datum und Uhrzeit, können aber verändert werden. Ein sichtbares Datum direkt im Bild ist deutlich robuster.

Kein zeitlicher Kontext. Ein Foto ohne Bezug zu einer bestimmten Buchung beweist nichts. Wenn du zeigen kannst, dass ein Foto um 14:00 Uhr am 14. Juni aufgenommen wurde und der Gast um 15:00 Uhr eincheckte, ist der Zusammenhang klar.

Keine GPS-Daten. Ohne GPS-Koordinaten in den Metadaten lässt sich nicht beweisen, dass das Foto in der betreffenden Unterkunft aufgenommen wurde.

Die 8 Zonen, die du systematisch fotografieren solltest

Zone Was zu erfassen ist
1. Küche Arbeitsfläche (Übersicht + Nahaufnahmen empfindlicher Bereiche), Herd, Mikrowelleninnenraum, Kühlschrankinnenraum, Spüle
2. Badezimmer Duschkabine (Zustand der Silikonfugen), Waschbecken, Armaturen, Toilettenschüssel, Spiegel, Boden am Abfluss
3. Hauptschlafzimmer Matratze (ohne Bettwäsche), Kopfteil, Seitenwände, Fenster, geöffnete Schränke
4. Weitere Schlafzimmer Gleiche Vorgehensweise wie beim Hauptschlafzimmer
5. Wohnzimmer Sofa (jede Armlehne + Sitzflächen), Couchtisch, Boden, Wände, TV (Übersicht)
6. Böden und Wände Eingangsbereich, Flur, stark frequentierte Bereiche
7. Bereitgestellte Geräte Waschmaschine, Geschirrspüler, Backofen, Grill, Fahrräder
8. Außenbereich und Zugang Terrasse, Gartenmöbel, Tor, Parkplatz, Schlüsselbox

Ziel: 25 bis 40 Fotos pro Vermietungswechsel, eine Mischung aus Übersichts- und Nahaufnahmen. Mit der Zeit erledigst du den Rundgang in 12–15 Minuten.

Wann die Fotos aufnehmen: der genaue Zeitpunkt

Unverrückbare Regel: nach der Reinigung, vor der Ankunft des Gastes.

Das ideale Zeitfenster: in der Stunde vor dem Check-in. Die Unterkunft ist sauber, niemand ist eingetreten, und die zeitliche Nähe zur Ankunft des Gastes ist so groß wie möglich.

Bei Unterkünften mit Selbst-Check-in (Schlüsselbox, Code) ist das Timing noch kritischer — du hast keinen Zeugen, daher sind deine Fotos dein einziger Beweis.

Wie du deine Fotos rechtlich verwertbar machst

EXIF-Metadaten: Aktiviere den GPS-Standort auf deinem Smartphone, bevor du Fotos aufnimmst. Unter iOS: Einstellungen > Datenschutz > Ortungsdienste > Kamera > "Beim Verwenden". Unter Android: Kamera-App öffnen > Einstellungen > Standort > Aktivieren.

Sichtbarer Zeitstempel im Bild: Verwende eine App, die Datum, Uhrzeit und GPS-Koordinaten direkt als sichtbaren Text in das Bild einbettet. Was man sieht, lässt sich nicht leugnen.

Zeitreferenz-Foto: Beginne jede Serie mit einem Foto des Smartphone-Bildschirms, der die aktuelle Uhrzeit anzeigt. Das verankert den Beginn deiner Serie unwiderlegbar in der Zeit.

Wie lange du deine Fotos aufbewahren solltest

Praktische Regel: mindestens 60 Tage nach jedem Aufenthalt. Streitigkeiten können sich mehrere Wochen hinziehen. Bei langen Aufenthalten (7 Nächte und mehr) oder Gästen mit höherem Risikoprofil (neues Konto, keine Bewertungen): bis zu 90 Tage aufbewahren.

Praktische Organisation: Erstelle pro Buchung einen Ordner mit der Benennung JJJJ-MM-TT_Gastname. Darin alle Vorher-Fotos, plus Schadensfotos falls erforderlich. Verlasse dich nicht auf dein Gedächtnis, um "die April-Fotos der Berghütte" sechs Wochen später zu finden.


Die Foto-Routine vor dem Check-in ist eine Investition von 15 Minuten, die eine Forderung von mehreren hundert Euro gewinnen kann. Mit dem richtigen Timing, den 8 abgedeckten Zonen und einer korrekten Zeitstempelung werden deine Fotos zu Beweisen, die kaum anfechtbar sind.

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